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28.08.2019 13:22 Alter: 81 days
Kategorie: news_alle

Unser 29er Abschluss am Gardasee - die Europameisterschaft 2019


Es ist schon etwas ungewohnt, wenn man als Segler, der normalerweise nur im Herbst oder Frühjahr am Gardasee trainiert und regattiert, dort mitten im Hochsommer aus dem Auto steigt und einem die Hitze entgegenströmt: Die Europameisterschaft der 29er fand in diesem Jahr vom 16. bis 24. August in Torbole statt.

 

Um konkurrenzfähig zu sein, wurde natürlich erstmal eine Woche lang trainiert, bevor die Wettkämpfe begannen. Denn der Gardasee tickt anders als beispielsweise das Weltmeisterschaftsrevier zwei Wochen vorher in Polen, wo insbesondere die Strategie anspruchsvoll war.

 

Am Wochenende wurden dann die Boote von Vermessern begutachtet, um sicherzustellen, dass die Regeln der OneDesign-Klasse auch eingehalten werden. Und nach einem äußerst bunten, lauten und von einer Ape (ein typisch italienischer, dreirädriger Kleintransporter) angeführten Einlauf der Sportler wurde die EM endlich eröffnet.

 

Am Montag, den 19. August, begann der seglerische Part der Regatta. Nach Möglichkeit sollte immer erst um 12:55 Uhr gestartet werden, da man zu dieser Uhrzeit im Idealfall die Ora aus Süd voll auskosten kann. Es war ziemlich wichtig, bei viel Wind einen sehr guten Speed fahren zu können, um ganz vorne mitzumischen. Einen verpatzten Start wieder auszugleichen war hier schwierig. Die letzten beiden Tage segelten wir dann vormittags mit dem Vento aus Nord, ebenfalls Starkwind, aber doch anders.

 

Wie schon auf der WM war das Teilnehmerfeld auch am Gardasee mit 210 Booten aus 23 Nationen sehr groß, so dass in vier Gruppen gestartet wurde. Nach der Hälfte der sechstägigen Regatta wurde dann an Hand der Rangliste in vier Leistungsgruppen aufgeteilt: das Emerald-, Bronze-, Silber- und Goldfleet. Wir qualifizierten uns zusammen mit acht anderen deutschen Teams aus dem Süden für das Goldfleet und waren somit sicher im ersten Viertel. Nach zwei Tagen hatten wir uns auf Platz 28 vorgearbeitet, doch am Schluss hatten wir noch Materialprobleme und landeten schlussendlich auf Platz 34. Der Titel des Europameisters ging an Großbritannien.

 

Insgesamt hatten wir mit der diesjährigen WM und EM einen sehr guten 29er Abschluss und verabschieden uns mit Platz 3 auf der deutschen 29er Rangliste. Anfang September steigen wir dann in der Sailing City Kiel auf den langersehnten 49er FX um.

 

Vielen Dank an den YCL für die kontinuierliche Unterstützung!

 

 

Christoph Winkelhausen GER 20

mit Rickmer Lenk (WYC)


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