J/70 World Championship // Bericht Crew "Joey" von Bernd Buck

Am Abend des 7. September machen sich Tobias Breithaupt und ich mit der Joey auf den Weg nach Sardinien. Unser Ziel ist Porto Cervo. Die stattliche Zahl von 170 Booten hat sich zur J/70 WM angemeldet. Ohne Zwischenfälle erreichen wir Porto Cervo gegen am Nachmittag des 8. September. Wir übernehmen unsere Wohnung fahren gleich in den Hafen. Mast stellen, vermessen und einwassern ist alles noch bis zum Abend erledigt. Wir fahren zu Abendessen nach Olbia und treffen unsere weiteren Crewmitglieder Naomi Dörr und Marco Scherer, die inzwischen mit dem Flugzeug angekommen sind. 

Am nächsten Tag optimieren wir noch einige Details am Boot und erledigen noch das ein oder andere organisatorische. Wetter und Wind sind hervorragend und am darauffolgenden Tag fahren wir raus zum Trainieren. Für uns Bodenseesegler hat es bereits ordentlich Druck in der Luft. Mit etwa 285 Kilogramm Crewgewicht liegen wir im unteren Bereich. Das Bootshandling klappt dennoch gut. Auf der Kreuz müssen alles, was wir an Trimmmöglichkeiten haben, ausreizen um Druck abzulassen. Die steile Welle die sich trotz ablandigem Wind aufbaut schaukelt uns ordentlich durch. Raumschots mit Gennaker haben wir dafür unsere Gaudi. Etwas abgekämpft aber zufrieden laufen wir gegen Abend wieder im Hafen des Yacht Club Costa Smeralda ein. Es liegt noch ein weiterer Trainingstag vor uns. Deshalb nützen wir den Abend um unsere Videoaufzeichungen zu studieren und ein paar verbesserte Abläufe zu besprechen, die wir am nächsten Tag trainieren wollen. Die Windvorhersage verrät uns, dass sich der Mistral weiter aufbauen wird. Uns erreicht eine Nachricht der Wettfahtleitung, dass über 25 Knoten Wind im Durchschnitt ein Auslaufverbot besteht. Dieses Schicksal macht uns nicht nur den zweiten Trainingstag sondern auch die ersten beiden Regattatage zu Nichte. Die Messstationen berichten von weit über 30 Knoten im Durchschnitt und Böen mit über 70 Knoten. Nun das ist eine klare Sache. Die Sicherheit geht vor. Wie die anderen Teams nützen wir die Zeit um das Boot wo es noch geht zu optimieren und Abläufe zumindest theoretisch einzustudieren. Als am dritten Regattatag der Messzeiger endlich unter die erforderlichen 25 Knoten wandert sind alle heiß darauf aufs Wasser zu kommen. 

Wir zählen uns nicht zu den Favoriten. Bei weitem nicht. Die Hälfte der Crews haben mindestens einen Profi an Bord. Olympioniken und America's Cup-Teilnehmer sind mit auf der Bahn. Das Leistungsniveau ist ausgesprochen hoch. Wir sind schon damit zufrieden, wenn es uns gelingt mit guter Taktik und guten Manövern und ohne Zwischenfälle über die Bahn zu kommen. Die jeweils ca. 80 Boote in den beiden Startgruppen machen es schon nicht leicht am Start vorne mit dabei zu sein. Das gelingt uns zunächst auch nicht und dann lässt uns der Bahnschiedsrichter auch noch kringeln weil irgendetwas an der Position unserer Crew nicht ganz regelkonform ist. Naomi hatte die Beine angehockt, das wird es wohl gewesen sein. Ehe wir uns versehen sind wir gefordert das Feld von hinten aufzurollen. Seis drum, wenn man Gegner um sich herum hat und alles gibt um den ein oder andren Platz gut zu machen, merkt man nicht ob man im vorderen oder im hinteren Bereich des Feldes segelt. Es geht nur darum in jedem Moment zu lernen, etwas besser zu machen als zuvor und dennoch locker zu bleiben und das Ganze auch zu genießen. Das stellt eine große Herausforderung an unser relativ wenig eingespieltes Team. Dabei bin ich freudig überrascht wieviel uns bei diesem Wind und diesem erstklassigen Feld gelingt. Wir zählen beim Zieldurchgang nicht die Gegner vor uns sondern die hinter uns und freuen uns, dass es von Wettfahrt zu Wettfahrt mehr werden. 

Nach vier Qualifikationsläufen landen wir erwartungsgemäß im Silberfleet. Also in der hinteren Hälfte. Das ist sicherlich keine Schande. Die meisten der 31 deutschen Teams treffen sich dort wieder. Es ist ein Abbild dafür, dass es in Deutschland eben nicht die Trainingsmöglichkeiten gibt, mit denen einige andere Länder gesegnet sind. Es sei ihnen gegönnt. Es ist einfach großartig hier dabei zu sein. In der Silberfleet segeln wir 2 weitere Wettfahrten. Toll, dass wir nach einem guten Start in die vordere Hälfte des Feldes segeln können. Inzwischen haben wir das Windsystem besser verstanden und so können wir trotz unseres zu geringen Crewgewichtes eine gute Kreuz segeln in dem wir einen guten Weg zur Luvtonne finden. Raumschots können wir mit der Geschwindigkeit gut mithalten und eher Plätze gut machen. Vielfach batteln wir mit Gegnern, die wir auch vom Bodensee schon kennen. Eine misslungene Halse auf dem letzten Schlag zum Ziel wirft uns dann allerdings doch wieder deutlich zurück. Im letzten Lauf geben wir schließlich nochmals alles. Der Wind, der morgens deutlich unter 20 Knoten gefallen war hat wieder zugelegt. Der Start und die Manöver gelingen. Auf der Kreuz können wir geschwindigkeitsmäßig zwar nicht mithalten aber die Taktik stimmt. Down-Wind suchen wir uns eine frei Bahn uns lassen es laufen. An der letzten Luvtonne liegen wir im Mittelfeld. Der Wind hat wieder deulich zugelegt. Die Böhen gehen sicherlich über 25 Knoten. Bis zur Ablauftonne können wir noch keinen Gennaker ziehen. Dann ist aber der Weg nach Lee frei und der Gennaker geht hoch. Jetzt den richtigen Punkt für die Halse finden. Bei dem Wind bestimmt nicht der Steuermann den Kurs sondern der Gennaker. Wenn wir jetzt den richtigen Punkt für die Halse finden, dann führt uns der nächste Schlag geradewegs ins Ziel. Die Halse passt. Wir versuchen die Wellen möglichst lange abzureiten. Das macht Laune. Dann sehen wir unsere Kollegen aus Friedrichhafen wie ihr Boot aus dem Ruder läuft. Noch mit ausreichend Sicherheitsabstand machen sie einen Sonnenschuss in Lee von uns. Wir versuchen Höhe zu machen so gut es geht. Bei dem Wind ist da aber nicht viel zu machen. In Lee sind weitere Schiffe. Weghalsen sieht nicht nach einer machbaren Variante aus. Es sieht so aus als ob wir in Luv durchkommen. Weiter anluven, den Gennaker aufwerfen, im Zweifel selbst einen Sonnenschuss machen wäre die Notbremse. Doch es sieht gut aus, wir kommen vorne durch und schießen weiter bis ins Ziel. Mit dem 36. Rang in der vorderen Hälfte des Feldes. Für uns ein kleiner Triumpf. Wegen zu viel Wind gibt es keine weitere Wettfahrt mehr. 

Es war ein tolles Erlebnis und wir freuen uns auf mehr Meer in Zukunft. 

Text:Bernd Buck


Berichte Battle 2017

J/70 Battle Vol. 5 in Überlingen

Die Bodenseesaison geht zu Ende! Am Wochenende fand das fünfte und letzte Battle für dieses Jahr statt – ausgerichtet vom SMC Überlingen. Insgesamt 27 J/70s gingen an den Start. Auf der LADY LIKE segelten Anabelle Kubeth, Lina Schnetz (Sa) bzw. Rosanna Schnetz (So), Carla Rau, Lea und Pia Duwe und auf der JOEY Bernd Buck, Tobias Breithaupt, Naomi Dörr und Tina Stein. 

Crewbericht LADY LIKE: Der Wind am Wochenende war leider etwas unbeständig und wir mussten mit starken – für den Überlinger See nicht ganz untypischen – Winddrehern kämpfen. Als zusätzliche Herausforderung lag das letzte Battle für uns Mädels leider etwas ungeschickt und wir konnten deshalb nicht mit einer eingespielten Crew starten – Lea und Pia waren zu, ersten Mal dabei! Im Laufe des Wochenendes stellten wir uns aber immer mehr auf einander ein und am Sonntag liefen die Manöver dann gut. Die Starts funktionieren gut, unsere Hauptprobleme haben wir immer noch mit Höhe und Speed auf der Kreuz. Die dadurch verlorenen Plätze konnten wir in dem starken Startfeld mit unseren schnellen Gennakerfahrten nicht wieder ganz ausgleichen. Das heißt: über den Winter müssen wir uns dringend einen J/70-Trimmexperten organisieren!

Crewbericht JOEY: Unser Wochenende war sehr eindrucksvoll und spaßig. Die Erfahrungen von der WM haben uns geholfen am Start der Konkurrenz einen stärkeren Kampf zu bieten, obwohl die Wetterbedingungen viel unkonstanter waren. Auch wenn der Wind und das Wetter am Samstag besser waren, wurden unsere Resultate an dem Tag mit jeder Wettfahrt etwas schlechter, ausgenommen einem 5.!! Platz. Wir beendeten Samstag mit einem 18. Platz. Sonntag konnten wir mit unserer Leichtwinderfahrung punkten. Jede Wettfahrt lief etwas besser. Wir waren eingespielter und konnten unser Ergebnis bei jeder Wettfahrt verbessern. Im letzten Rennen ersegelten wir einen 8. Platz, womit wir zu unserer Überraschung noch 3 Plätze im Endergebnis verbessern konnten.

Nach neun Wettfahrten mit zwei Streichern landete die JOEY auf Platz 15 (ohne das Battle in Friedrichshafen!) und die LADY LIKE auf Platz 22. Gewonnen hat die SUPERBÜSI (SC Tribschenhorn) vor der MOTHERSHIP und der JAI (beide Württembergischer YC). Herzlichen Glückwunsch!

Und mit dem letzten Battle steht auch die Jahreswertung an – insgesamt 58 Schiffe sind in der Wertung: Die JOEY segelte auf Platz 17 und die LADY LIKE auf Platz 27. Der Württembergische YC ist einen Doppelsieg eingefahren mit der MOTHERSHIP auf Platz 1 und der JAI auf Platz 2. Auf dem 3. Platz ist die JILL gelandet (RC Bodensee). Herzlichen Glückwunsch!


J/70 Battle Vol.4 Kreuzlingen

Am Wochenende (1. bis 2. Juli 2017) stand das schon vorletzte J/70 Battle dieser Saison an - ausgerichtet vom YC Kreuzlingen. Mit vierzig gemeldeten Booten aus Schweiz, Österreich und Deutschland wurde eine Rekordteilnehmerzahl erreicht - in den letzten Jahren gab es am Bodensee keine Klassenregatta mehr, die eine so große Teilnehmerzahl erreicht hat (außer Meisterschaften). Für den Yacht Club Langenargen startete auf der LADY LIKE wieder ein Mädelsteam bestehend aus Anica Rimmele, Carla Rau, Rosanna Schnetz und Lina Schnetz und auf der JOEY Bernd Buck, Tim Jakowidis, Naomi Dörr und Tobias Breithaupt. Crewbericht LADY LIKE: Bei starken Winden mit bis zu 30 Knoten in den Böen hatten wir wieder sehr mit unserem geringen Crewgewicht zu kämpfen und konnten nicht ganz die Leistung abrufen, die wir erhofft hatten. Trotzdem hatten wir viel Spaß und konnten einiges dazulernen. Crewbericht JOEY: Crewbericht Joey: Wieder mit neuer Besetzung an Bord lief am Anfang noch manches etwas holprig aber wir fanden schnell zusammen, so dass wir sehr zufrieden waren, wie wir uns in dem anpruchvollen Feld behaupten konnten. Gerade bei den starken Winden konnten wir mit guter Geschwindigkeit unsere eher schlechten Starts kompensieren und immer wieder ins vordere Drittel segeln. Es war ein forderndes und schönes Regattawochenende. Gewonnen hat die QUATER2ELEVEN vor der JURMO (beide RC Oberhofen) und der MOTHERSHIP ( Württembergischer YC). Herzlichen Glückwunsch!


J/70 Battle Vol. 3 in Bregenz

Parallel zum Match Race Germany waren wir auch mit den J/70s unterwegs – im Bregenzer Segel Club fand das dritte J/70 Lake of Constance Battle statt (3. bis 4. Juni 2017). Auf der LADY LIKE segelte unser Damenteam mit Carolin van Kampen, Lina Schnetz, Sarah Bellgardt, Anne Winkelhausen und Carla Rau, auf der JOEY Bernd Buck, Naomi Dörr, Marco Scherer und Tobias Breithaupt. Wieder erwarten hatte es Samstag zu dem schönen Wetter auch einen konstanten Wind und wir konnten sechs Wettfahrten segeln, am Sonntag frischte der Wind dann sogar noch auf. Außerdem waren wir Mädels dieses Mal nicht alleine. Zum ersten Mal war noch ein weiteres Damenteam am Start, die EMMA der SV Thalwil.

 

Gewonnen hat die MOTHERSHIP (Württembergischer YC) vor der REGI (Bregenzer SC) und dem YCB Team (YC Bielersee). Herzlichen Glückwunsch!


J/70 Battle Vol.2 in Friedrichshafen

Und wieder waren wir Mädels (Anica Rimmele, Lina Schnetz, Anne Winkelhausen, Carla Rau) mit der LADY LIKE unterwegs. Letztes Wochenende (6. bis 7. Mai) stand das zweite Battle im Württembergischen YC an. Der wenige Wind bei den ersten beiden Wettfahrten kam uns sehr gelegen. Danach frischte er auf und wir hatten erst einmal Schwierigkeiten mit unseren leichten 230 kg. Im Laufe der insgesamt 12 Wettfahrten konnten wir uns aber auch hier verbessern.


J/70 Battle Vol.1 in Lindau

Letztes Wochenende (22. bis 23. April 2017) begann die Bodensee-Battle-Saison in Lindau - die erste Regatta für uns Mädels. Dort traten wir gegen ein hochkarätiges Feld, hauptsächlich bestehend aus Bundesligateams aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, an. Auf der LADY LIKE starteten Anica Rimmele, Lina Schnetz, Carla Rau und Anne Winkelhausen, auf der JOEY Bernd Buck, Rosanna Schnetz, Naomi Dörr und Lukas Schobel. Bei stark drehenden Winden segelten wir insgesamt sieben Wettfahrten. Von den vielen erfahrenen Teams konnten wir wie immer viel lernen. Für die LADY LIKE ging es von Lindau direkt weiter nach Friedrichshafen, wo sie schon auf das Battle in zwei Wochen wartet.

 

Gewonnen haben die Regatta Veit Hemmeter, Martin Hostenkamp, Manuel Gielen und Yannick Netzband aus dem Lindauer SC vor Max Rieger, Conrad Rebholz, Moritz Rieger und Felix Diesch aus dem Württembergischen YC und Marcus Brennecke, Markus Wieser, Philipp Blinn und Patrick Follmann aus dem Bayerischen YC. Herzlichen Glückwunsch!


Berichte Battle 2016

J70 Battle Vol. 5 in Überlingen - beide YCL Schiffe unter den TOP 10

Das Finale der J70 Lake of Constance Battle wurde dieses Jahr am 8. und 9. Oktober 2016 vom Bodensee Yacht Club Überlingen ausgetragen. Insgesamt kamen 21 Schiffe aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Für den Yacht Club Langenargen starteten auf der ‚Lady Like‘ Lukas Ammon, Klaus Diesch, Toni Wilhelm und Marius Bock und auf der ‚Joey‘ Anne Winkelhausen, Lukas Schobel, Lina Schnetz und Tobias Breithaupt.

Nach zwei Regattatagen mit schwierigen Windbedingungen - viele Windlöcher, Dreher und häufig Flaute - ersegelten mit der ‚Joey’ auf Platz 9 und der ‚Lady Like’ auf Platz 10 beide Teams einen Platz in den TOP 10. Die Regatta gewannen Max Rieger, Thomas Stemmer, Felix Diesch und Conrad Rebholz (WYC) vor Enis Hadzic, Julia Mayer, Jonathan Koch und Florian Tröger (BYCÜ) und Massimo Soriano, Tobias Rüdlinger, Beat Müller und Sonja Anwander (RCB; CH). Herzlichen Glückwunsch!

Nach fünf Wettfahrtswochenden über den ganzen See verteilt (Lindau, Bregenz, Friedrichshafen, Kreuzungen und Überlingen) gewann die Bodenseemeisterschaft der Württembergische Yacht Club mit der ‚Mothership‘ vor dem Bodensee Yacht Club Überlingen mit der ‚Roxy‘ und dem Düsseldorfer Yacht Club mit der ‚Dralion‘. Herzlichen Glückwunsch! Der Yacht Club Langenargen segelte mit der ‚Lady Like‘ auf Platz 11 und der ‚Joey‘ auf Platz 12.

Anne Winkelhausen

Ergebnisse


J70 Battle Vol.4 in Kreuzlingen

Den vierten Stop der J70 Lake of Constance Battles 2016 trug der Yacht Club Kreuzlingen vom 10. bis 11. September aus. Insgesamt gingen 24 Schiffe aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an den Start. Für den Yacht Club Langenargen segelten Lukas Schobel, Anne Winkelhausen, Carlo Schnetz und Lina Schnetz.

 

Trotz des wenigen Winds konnten an den beiden Wettfahrttagen insgesamt acht Läufe durchgeführt werden. Die Manöver liefen auch mit anderem Steuermann super, bei Trimm und Taktik besteht noch Ausbaubedarf. Mit unserem Gesamtergebnis sind wir deshalb nicht ganz zufrieden. Die gelungenen Läufe haben uns aber gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind.

 

Wir gratulieren Stefan Seger, Stefan Pulfer, Eilande Boeni und Juerg Aeschlimann vom Regattaclub Oberhofen (CH) zum 1. Platz, Andreas Buchert, Jörg Munck, Enis Hadzic und Julia Mayer vom Bodensee Yacht Club Überlingen zum 2. Platz und Massimo Soriano, Beat Müller, Philip Schläpfer und Lea Reuig vom Regattaclub Bodensee zum 3. Platz!

Anne Winkelhausen


Ergebnisse



J70 Battle Vol.3 in Friedrichshafen

Das dritte Event der J70 Lake of Constance Battles richtete der Württembergische Yacht Club aus. Insgesamt waren 26 Schiffe gemeldet, für den Yacht Club Langenargen die ‚Lady Like‘ und die ‚Joey‘. Leider hatte es absolut keinen Wind und es kam keine einzige Wettfahrt zustande - es reichte noch nicht einmal für einen Startversuch. Das geniale Wetter entschädigte jedoch für einiges. Mit Baden, „Socialisen“, Freibier und Sommerfest machten wir das Beste daraus!


Anne Winkelhausen


J70 Battle Vol.2 in Bregenz

Die zweite Regatta der Bodenseeeinheitsklasse richtete der Yacht Club Bregenz vom 11. bis 12. Juni 2016 aus. Es reisten 28 Mannschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an. In Kooperation mit dem Württembergischen Yacht Club startete die ‚Lady Like‘ wieder mit einer gemischten Mannschaft: Lukas Ammon und Florian Schmid vom YCL und Klaus Diesch und Thomas Stemmer vom WYC. Auf der ‚Joey‘ segelten Bernd Buck, Nicolas van Kampen, Tobias Breithaupt und Anne Winkelhausen.

An den beiden Wettfahrttagen wurde wind- und wettermäßig alles geboten: von Flaute bis Böen mit 24 Knoten und Sonnenschein bis überwettern bei Gewitter auf dem See - mit dem Karbonmast besonders gemütlich! Nach den insgesamt acht Wettfahrten mit einem Streicher belegten wir mit dem 11. Platz der ‚Lady Like‘ und einem 14. Platz der ‚Joey‘ jeweils einen Platz in der ersten Hälfte.

Wir gratulieren Stefan Seger, Matthias Fahrni, Lionel Wupp und Elianne Boeni vom Regattaclub Oberhofen (CH) zum 1. Platz, Yannik Hafner, Dennis Mehlig, Kevin Mehlig und Christian Severens vom Württembergischen Yacht Club zum 2. Platz und Pit Finis, Naomi Dörr, Karol Jablonski und Ilja Borowski vom Düsseldorfer Yacht Club zum 3. Platz!

 


Text: Anne Winkelhausen
Fotos: Ernst Burtscher und Peter Stemberger


Ergebnisse


J70 Battle Vol. 1: Zwei Schiff starteten erfolgreich für den YCL

Bei der ersten Regatta der J70 Bodensee Battle Serie vom 16. bis 17. April 2016 in Lindau starteten erstmals zwei Schiffe für den Yacht Club Langenargen. Auf dem bereits bekannten Clubschiff ‚Lady Like‘ segelten Lukas Ammon, Yannik Hafner, Mathias Rebholz und Christian Severens. Neu dazu gekommen ist ‚Joey‘, das Privatboot der Familien Buck und Winkelhausen, das ab dieser Saison auch für das J70 Team des Yacht Club Langenargen startet. Auf ihr segelten Bernd Buck, Lina Schnetz, Nicolas van Kampen und Anne Winkelhausen.

 

Uns Segler erwartete ein hochkarätiges Startfeld. Die Hälfte der 27 Boote waren Bundesligateams. Aus der deutschen Segelbundesliga waren fünf Vereine der 1. Liga (WYC, VSaW, LSC, DTYC, SMCÜ) und zwei der 2. Liga (KYC, BYCÜ) mit insgesamt neun Mannschaften vertreten, darunter die amtierenden deutschen Meister der 1. Liga (DTYC) und der 2. Liga (LSC). Auch die Meister der österreichischen Segelbundesliga (YCB) und ein weiteres österreichisches Ligateam (BSC) sowie zwei Teams der Schweizer Segelbundesliga (RCB, YCK) waren am Start.

 

Die Windverhältnisse am Wochenende waren schwierig. Der Samstag begann mit Warten. Erst als sich die Sonne am Nachmittag zeigte, kam so viel Wind auf, dass Wettfahrtleiter Josef Bitsche zwei Wettfahrten durchführen konnte. Der zweite Tag war regnerisch, dafür ging es gleich am Morgen los. Trotz des inkonstanten Windes kamen noch vier Wettfahrten zustande.

 

Nach den sechs (der 15 geplanten) Wettfahrten belegten wir mit Rang 9 der ‚Lady Like‘ und Rang 13 der ‚Joey‘ jeweils einen Platz in der ersten Hälfte und konnten uns gut zwischen den zahlreichen Bundesligateams behaupten. Insgesamt sind wir sehr zufrieden mit dem Ergebnis und hoffen, dass wir uns über die Saison weiter steigern können. - Und mehr Wind wäre natürlich auch noch schön.

 

Wir gratulieren dem Württembergischen Yacht Club (WYC) zum 1. Platz, dem Verein Seglerhaus am Wannsee (VSaW) zum 2. Platz und dem Lindauer Segler Club (LSC) zum 3. Platz!

Ergebnisse




Berichte Battle 2015

J/70 Battle of Lake Constance Vol. 4

Vom 29. bis 30. August erzielte die Crew vom YCL mit Steuermann Martin Handel einen akzeptablen 12. Platz im hoch dotierten Feld mit 20 Startern der Bodensee-Einheitsklasse J/70.

Am Samstag wehten leichte Winde aus West um die 8 Knoten, welche zwei Wettfahrten ermöglichten. Unser Team mit Anne Winkelhausen, Bernd Buck und Bernd Müller erreichte mit zwei sechsten Plätzen einen hervorragenden sechsten Gesamtrang am ersten Segeltag. Am Sonntag lohnte sich die 8 Uhr Auslaufbereitschaft, der Rheintäler wehte anfangs mit bis zu 18 Knoten gemessen in Böen. Da hieß es Rigg umtrimmen. Das allein war nicht zielführend, wir liefen einfach nicht die erforderliche Höhe, somit segelten wir als 16. und 15. ins Ziel. Es folgten leichte bis extrem schwache Winde aus dem Rheintal. Nach einem Massenfrühstart setzte die Wettfahrtleitung Blackflag, um die 5 zu erzielenden Läufe für die Bodenseewertung zu erreichen.
Zur Bodenseewertung zählen 5 Schwerpunktregatten in Lindau, Langenargen, Friedrichshafen, Bregenz und Konstanz. In der Zwischenwertung liegt der YCL nach dieser Regatta mit 33 Punkten auf Rang 11 vom 28 Startern.

Ein Lauf wurde abgeschossen, wegen zu wenig Wind, einer verkürzt. Und vielleicht hätte man nicht alle Wettfahrten bei diesen Bedingungen bis ins Ziel werten sollen. Jedenfalls reichte es noch für einen 10. und 13. Platz und damit punktgleich mit dem 11.-Plazierten mit dem Abstand vom drei Punkten zum Vorgänger. Hier sieht man auch, wie eng die Plätze beieinander liegen. Das Niveau ist sehr hoch mit Bundesligisten, Youth-Americas-Cup-Teilnehmern WM 5. usw. Das lobte auch Karol Jablonski in seinem polnischen Bericht. Sein Team vom Düsseldorfer Yachtclub gewann.
Wenn wir auch nicht so sehr in die Starts fanden am Sonntag und in den Trimm, unser Team hat sehr gut funktioniert und war gut abgestimmt. Manöverpatzer und damit Platzverluste an den Tonnen gab es nicht. Es hat riesig Spaß gemacht, auch war mit dem Stadtfest mit Musik und Clubs, sowie Feuerwerk kulturell einiges geboten in Bregenz.

Für die eigene Unterhaltung und damit die ein- oder andere witzige Begegnung sorgten wir zunächst selbst mit der Gitarre dabei auf der Uferpromenade. Doch das ist eine andere Geschichte...

Text: Bernd Müller

Ergebnis:
www.bsc.or.at

Bilder:
bsc.or.at



Der YCL und die Einheitsklasse J/70, Vol.3

Die neue Bodensee-Einheitsklasse beeindruckt nicht durch schnell wachsende Meldezahlen, die Möglichkeiten, die die J/70 Flotte den Seglern am See bietet, ist ein enorm hohes Leistungsniveau. Die noch junge Klasse hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einem Pool für Bodensee-Spitzensegler entwickelt und etabliert sich gerade als Kern eines neuen Regattasegelns hierzulande. Der YCL hat dank des Engagements des Vorstands und einiger Mitglieder die Möglichkeit, diesem anzugehören.
 
"Dranbleiben"
Anders als bei den Vereinen, welche ihre Bundesligamannschaften ins Rennen schicken können, ist der Kader der Segler für den YCL noch nicht ganz so stark besetzt. Hier sind vorerst keine Topplatzierungen, sondern die Herausbildung eines lern- und entwicklungsbereiten Teams an Seglern im Fokus. Die Erfahrungen, die in der J/70 gemacht werden, fließen in den Verein zurück und steuern einen wesentlichen Teil zum Regattasegel-Know-How des Clubs bei. Die hohe Leistungsdichte stellt ein enorm großes Lern- und Erprobungsfeld dar, setzt aber voraus, dass sich ein Team ständig weiterentwickelt. Das ist der Mannschaft des YCL bei der dritten Auflage der J/70-Bodenseemeisterschaft in Friedrichshafen gelungen.
 
"Erfahrung sammeln"
Jeweils 12 Starter waren es in Bregenz und Lindau, letztes Wochenende ging es in Friedrichshafen 13mal für die 13 Teams auf den jeweils knapp 25 minütigen Parcours der dritten Ausgabe der Bodenseemeisterschaft. Für den YCL war Nils Falch am Ruder, Franzi Sedlmeier mit der Taktik,  Stephan Apitzsch mit den Schoten sowie Florian Albert mit dem Rest des Tauwerks gefordert. Die größte Schwäche des, trotz äußerst kurzer Vorbereitungsphase, sehr gut funktionierenden Teams, lag in den Starts. "Wir haben eigentlich nur zweimal keinen gesiebten Wind gehabt, in den Wettfahrten waren wir dann auch vorne mit dabei, da gibts den größten Aufholbedarf... " äußert sich der Steuermann hierzu. Ein dritter und vierter Rang, am Ende Platz 9 , Anschluss gehalten.