Pressemitteilungen

Mit der Pressearbeit für die 8mR-Weltmeisterschaft hat der Yacht Club Langenargen Herrn Dr. Volker Göbner beauftragt. Bitte richten Sie redaktionelle Anfragen (auch bzgl. Fotomaterial und Akkreditierung) an per E-Mail an ihn. 


07/07/18

Werner Deuring ist neuer Weltmeister bei den 8mR-Yachten - Bregenzer verteidigt Vorsprung am letzten Tag der Achter-WM knapp

Der neue Weltmeister der 8mR-Yachten ist Werner Deuring auf der „Conquistador“ vom Yacht-Club Bregenz. Er verteidigte seinen Vorsprung am letzen Tag der Weltmeisterschaft knapp. Durch zwei Siege in den letzen beiden Rennen kam das Team des Schweizers Jean Fabre mit der „Yquem II“ noch einmal bis auf einen Punkt an Deuring heran, konnte den Österreicher mit dessen internationaler Crew (Dan Slater, Markus Sagmeister, Michael Seifarth, Reinhard Brucker und Thomas Schaffler) nicht mehr von Platz eins verdrängen. 

Deuring gewann damit auch den Weltmeistertitel in der Altersgruppe „Modern“. Die Titel in den anderen drei Wertungsgruppen gingen an Harri Roschier (Finnland) mit der „Luna“ in der Gruppe „Sira“, Angelo Mazzarella (SN Genf, Schweiz) auf der „Carron II“ in der Gruppe „Neptune“ und Dr. Andreas Lochbrunner (Lindauer Segler-Club) in der Gruppe „First Rule“.

„Das war noch eine harte Partie heute“, blickte Werner Deuring auf den Samstag zurück. „Wir haben die erste Wettfahrt durch einen taktischen Fehler verschenkt. Aber wir sind mit genug Vorsprung in den heutigen Tag gegangen“, so Deuring. „Die Jungs vom Genfer See sind super drauf und nicht umsonst schon ein paar Mal Weltmeister gewesen“, war Deuring froh, dass der Vorsprung gereicht hatte. 

„Es wäre mehr als ein Wunder gewesen, wenn wir das noch gewonnen hätten“, gab Jean Fabre zu, „aber wir sind trotzdem zufrieden.“ Zwei erste Plätze waren zum Abschluss eben nicht genug. „Wir sind bei mehr Wind besser, aber die schwierigen Winde am Bodensee haben wir zu spät verstanden“, so Fabre. Vor allem die wechselhaften Bedingungen beeindruckten die Schweizer. „Gratulation an den Yacht Club Langenargen für diesen Event. Auch wenn nur einer dabei war - wir konnten uns alle fühlen wie Könige“, zeigte er sich von der Leistung der vielen ehrenamtlichen Helfer des Gastgebers beeindruckt. 

Rang drei insgesamt ging an die finnische „Luna“ mit Harri Roschier, auch wenn diese mit einem siebten Platz im letzten Rennen ihren Streicher segelte. Seinen vierten Platz verteidigte auch Eckhard Kaller (YC Meersburg) mit der „Wyvern“, den ihm S. M. König Harald von Norwegen mit seiner „Sira“ beinahe streitig gemacht hatte. Doch am Ende war der Segelmacher vom Bodensee einen Punkte vor dem dreifachen Olympiateilnehmer aus dem Norden. Auf Rang sechs segelte schließlich Bootsbauer Josef Martin mit der „Sposa II“ vom YC Radolfzell.

Zum x-ten Male Weltmeister der über 100 Jahre alten Boote in der Gruppe „First Rule“ wurde Andi Lochbrunner mit seiner 1912 gebauten „Elfe II“. „Für den Bodensee war das eine sehr zufriedenstellende Veranstaltung. In unserer Gruppe war es ein sehr starkes Teilnehmerfeld. Sieben Boote in der Gruppe First Rule hatten wir noch nie.“

 

Der Bodensee zeigte bei der WM viele Gesichter

An den sechs Regattatagen zeigte der Bodensee fast alle seine Gesichter – von Sonne bis Gewitter, von Flaute bis frischer Brise. Herrlichstes Sommerwetter empfing die Teilnehmer aus acht Nationen (sogar bis aus Brasilien) am Montag. Der Schönwetterwest ermöglichte am ersten Tag drei Wettfahrten. Gewitter mit Wolkenbruch, der die Freiflächen im Race Village im BMK Yachthafen Langenargen zu einem See verwandelte, hielt Segler wie Wettfahrtleitung bis zum Nachmittag an Land fest - und später musste ein Rennen wegen wieder einsetzender Flaute abgebrochen werden. Sonne und dunkle Wolken wechselten sich am dritten Tag ab. Dreimal wurde die Flotte auf den See geholt, dreimal unverrichteter Dinge wieder zurück in den Hafen geschickt. Wettfahrtleiter Rudi Magg setzte daraufhin die Startzeit für den Donnerstag auf sieben Uhr morgens fest - und siehe da, das frühe Aufstehen hatte sich gelohnt: Bereits am Vormittag waren zwei weitere Rennen gesegelt, die Mindestzahl an Wettfahrten für eine gültige Weltmeisterschaft war erfüllt. 

Entspannt sah man nun dem Freitag entgegen. Beim Auslaufen am Morgen setzte einmal mehr starker Regen ein – doch auf dem See wehte Westwind mit drei bis vier Beaufort, der für zwei weitere anspruchsvolle Wettfahrten sorgte. Endlich wieder Sonne und blauer Himmel erfreuten vor allem zahlreiche Besucher am Samstag – für die Segler auf dem See war es ein langes Warten auf regattatauglichen Wind. Um 13.40 Uhr startete schließlich das achte Rennen, bei südlichem Wind mit rund zwei Beaufort. 

Jean Fabre (auf „Yquem II“) machte seine Ankündigung vom Vorabend wahr: Mit einem ersten Platz verkürzte er den Abstand auf den führenden Werner Deuring („Conquistador“). 

Fünf Minuten vor dem letztmöglichen Starttermin schickte Rudi Magg die Segler ein letztes Mal auf die Bahn. Mit dem neunten Rennen wurde auch der vorgesehene Plan von zehn Wettfahrten fast erreicht - eigentlich für eine Woche im Hochsommer ungewöhnlich. „Mehr kann man nicht erwarten“, betonte Rudi Magg und dankte allen Helfern ausdrücklich. „Bye, bye“, sagte Magg bei der Siegerehrung noch. Denn nach 30 Jahren als Wettfahrtleiter will er in den „Ruhestand“ gehen. Die Segler dankten ihm mit stehendem Applaus.

Neben den Wanderpokalen, auf denen die Sieger eingraviert werden, wurden den Weltmeistern in den vier Gruppen von Thilo Mühle, Geschäftsführer von Mühle-Glashütte, jeweils ein Yachtchronometer Luxus überreicht, dazu je ein handgefertigtes Messer mit maritimer Inspiration von Neptunia, die Thierry Henriot kreiert hatte und ebenfalls persönlich überreichte.

Mittelpunkt des einwöchigen Events, dem der „Aguti Classic Cup“ mit insgesamt 47 Booten aus verschiedenen Traditionsklassen vorausging, war das Race Village mit einem Pagodenzelt inmitten des BMK Yachthafens Langenargen, das mit maßgeblicher Unterstützung des Informationsportals bauen.ch realisiert werden konnte.

Die Weltmeisterschaft der 8mR-Yachten 2019 wird vom 20. bis 27. Juli in Cowes (Südengland) von der Royal Yacht Squadron ausgerichtet.

Weltmeisterschaft der 8mR-Yachten auf dem Bodensee beim Yacht Club Langenargen, 

1.-7. Juli 2018

Endergebnis

Gesamtwertung: 23 Yachten, 9 Wettfahrten

1. „Conquistador“; Werner Deuring (YC Bregenz, Österreich), Dan Slater, Markus Sagmeister, Michael Seifarth, Reinhard Brucker, Thomas Schaffler; 12 Punkte

2. „Yquem II“; Jean Fabre (SN Genf, Schweiz) Manuel Stern, Cedric Sanften, Marc Stern, David Genier, Pasqual Python; 13 Punkte

3. „Luna“; Harri Roschier (Helsingfors Segelsällskap, Finnland), Markus u. Nico Roschier, Thelen Kenneth, Jouni Seppi, Kimmo Viljamaa, Ari-Pekka Raitisto

4. „Wyvern“; Eckhard Kaller (YC Meersburg)

5. „Sira“; S.M. König Harald von Norwegen

6. „Sposa II“, Josef Martin (YC Meersburg)

Gruppe Modern (gebaut nach der neueren Meter-Regel)

1. „Conquistador“; Werner Deuring (YC Bregenz, Österreich)

Gruppe Neptun (gebaut nach der zwischen 1919 und 1933 geltenden zweiten Meter-Regel, originalgetreu)

1. „Carron II“;  Angelo Mazzarella (SN Genf, Schweiz)

Gruppe Sira (gebaut nach der zwischen 1918 und 1933 geltenden zweiten Meter-Regel, später modernisiert)

1. „Luna“; Harri Roschier (Helsingfors Segelsällskap, Finnland)

Gruppe First Rule (Baujahr vor 1918, originalgetreu)

1. „Elfe II“; Andi Lochbrunner (Lindauer SC)

vollständige Ergebnisliste unter www.ycl.la

07/06/18

Zwei Rennen am fünften Tag der Achter-WM - Der Bregenzer Werner Deuring führt weiterhin

Zwei weitere Rennen wurden am Freitag, dem fünften und vorletzten Tag der Weltmeisterschaft der 8mR-Yachten auf dem Bodensee beim Yacht Club Langenargen, gesegelt. Die beiden „Achter“ der Gruppe „modern class“ machten die Wettfahrtsiege unter sich aus. Im ersten Lauf am Freitagvormittag gewann die Schweizer „Yquem II“ von Jean Fabre, das folgende die „Conquistador“ des Bregenzers Werner Deuring, der auch in der Gesamtwertung nach sieben Wettfahrten führt.

„Wir haben ein paar Fehler im ersten Rennen gemacht“, sagte Werner Deuring, der sich in der zweiten Runde noch von Fabres „Yquem II“ abfangen ließ. „Aber im zweiten Rennen haben wir unsere Leistung wieder gefunden. Alles in allem haben wir unsere Position gut konsolidiert“. Im zweiten Lauf war dann Deuring wieder von Anfang an vorne. „Wir sind ihm auf dem letzten Schlag ins Ziel näher gekommen, aber das war zu spät“, schilderte Jean Fabre. „Es waren heute richtig enge Rennen, genau der richtige Wind für die ‚Achter‘. Wir mussten mit allen Kräften kämpfen“, so Fabre. Die Schweizer liegen mit drei Punkten Rückstand (gesamt elf Punkte) an zweiter Stelle. „Wir müssen morgen alle Rennen gewinnen – um jeden Preis“, ist seine Angriffsstrategie für den Schlusstag.

An dritter Stelle der Gesamtwertung (und erste in der Gruppe Sira) liegt die finnische „Luna“ mit Harri Roschier mit bereits 21 Punkten. An vierter Position führt das neue Zwischenergebnis die „Wyvern“ mit Steuermann Eckhard Kaller (29 Punkte) vom Yacht-Club Meersburg auf. Punktgleich an fünfter Stelle rangiert S. M. König Harald von Norwegen, da nach nun sieben Wettfahrten das schlechteste Ergebnis gestrichen wird - und damit des Königs Frühstart vom Montag dessen Punktekonto nicht mehr belastet. Mit bisher drei dritten Plätzen ist er mit seiner 1938 gebauten „Sira“ dicht auf den Fersen der modernen Achter. 

Drei bis vier Windstärken aus westlichen Richtungen (weitgehend bei Regen) ermöglichten am Freitag deutlich längere Rennen als am Anfang der Woche. „Das war ein wunderbarer Segelwind, gut für das Image des Bodensees als Segelrevier“, kommentierte der Lindauer Andi Lochbrunner, der die über 100 Jahre alte „Elfe II“ steuert. „Es war ein hartes Match für die ‚first rule‘“, so Lochbrunner mit Blick auf die Gruppe der ganz alten Schiffe. „Aber wir sind voriges Jahr in Hankö bei sechs Windstärken und Welle gesegelt, insofern war das hier gar kein Problem.“

Für den Samstag wurde die Startbereitschaft auf 9.30 Uhr festgelegt. Wettfahrtleiter Rudi Magg hatte das mit den Seglern im Pagodenzelt im Race-Village, das dank der Unterstützung des Informationsportals bauen.ch im BMK Yachthafen Langenargen für die WM errichtet wurde, eingehend diskutiert. Doch er sah es nicht für sinnvoll, auf eine Morgenbrise bei Sonnenaufgang zu setzen. Zwei Rennen können am Samstag noch gesegelt werden, dann wird die Weltmeisterschaft entschieden sein. 

07/05/18

Zwei Rennen vor dem Frühstück am vierten Tag der Achter-WM

Das frühe Aufstehen am Donnerstagmorgen, dem vierten Tag der Weltmeisterschaft der 8mR-Yachten auf dem Bodensee beim Yacht Club Langenargen, hat sich gelohnt. Zwei Wettfahrten waren schon vor zehn Uhr absolviert. Für den ersten Start um sieben Uhr hatten Segler wie Wettfahrtleitung schon um sechs Uhr den BMK Yachthafen Langenargen verlassen. 

Den ersten Lauf gewann der Schweizer Jean Fabre mit der Yacht „Yquem II“ vor dem Bregenzer Werner Deuring mit „Conquistador“ und S. M. König Harald von Norwegen mit „Sira“. Im folgenden Rennen war Deuring vor Josef Martin aus Radolfzell auf „Sposa II“ und Fabre. In der Gesamtwertung führt das Team von Werner Deuring.

Der Start am Morgen verlief spektakulär. Die Schweizer auf der „Carron II“ hatten den Kurs der vorfahrtsberechtigten „Conquistador“ falsch eingeschätzt. Es kam zu einer schweren Kollision: Der Bug der „Conquistador“ bohrte sich gut 20 Zentimeter tief in den Rumpf der „Carron II“, ein Mann ging vom Bug über Bord. „Wir konnten nicht mehr ausweichen“, sagte „Conquistador“-Steuermann Werner Deuring. Er war froh, dass nur der Bug seiner Yacht tiefe Schrammen bekam, der Mast aber unbeschädigt blieb. Seinen Vorschiffsmann konnte er gleich wieder an Bord nehmen, nahm das Rennen jedoch mit Verspätung auf. Im Verlauf des Rennens segelte er noch auf den zweiten Rang nach vorne. Der Kollisionsverursacher gab seine Schuld zu. Die „Carron II“ wurde in den Hafen geschleppt, Bootsbauer Karl Strempel nahm die Reparaturarbeiten umgehend auf. Mittags meldete er das Boot wieder einsatzfähig.

In der zweiten Wettfahrt begann der Wind, erneut zu drehen. Die Wettfahrtleitung passte den Regattakurs der neuen Windrichtung an, brachte das Rennen aber diesmal ohne Flaute ins Ziel. Wettfahrtleiter Rudi Magg zeigte sich erleichtert, dass mit diesem insgesamt fünften Rennen die Weltmeisterschaft auch als solche gewertet werden kann. Weitere Läufe sind geplant, der Start für den Freitag wurde auf 9.30 Uhr festgesetzt. 

In der Gesamtwertung führt Werner Deuring (YC Bregenz, 7 Punkte) vor Jean Fabre (SN Genf, 12 Punkte) und Harri Roschier (Finnland, 18 Punkte). In den Gruppenwertungen „Sira“ liegt Harri Roschier vorne, in der Klasse „Neptune“ führt Fred Meyer (SN Genf) und bei den ältesten Yachten (vor 1918 gebaut) der Klasse „First Rule“ Andi Lochbrunner mit der „Elfe II“.  

Ab der sechsten gültigen Wettfahrt kann die jeweils schlechteste gestrichen werden - da könnte sich noch einiges im Klassement ändern. Die Spannung bleibt also bis zum letzten Tag, dem Samstag, erhalten.

07/04/18

Vergebliche Startversuche am dritten Tag der Achter-WM

Wind und Wetter foppten Segler wie Wettfahrtleitung am Mittwoch, dem dritten Tag der Weltmeisterschaft der 8mR-Yachten auf dem Bodensee beim Yacht Club Langenargen.

Mehrmals holte Wettfahrtleiter Rudi Magg die Flotte der 23 Yachten aus dem BMK Yachthafen Langenargen auf den See - um sie wenig später wieder zurück zu schicken. Mal schlief der Wind ein, dann blinkten die Lichter der Starkwindwarnung und die Schiffe wurden aus Sicherheitsgründen zurückbeordert. Doch Magg hatte die Skipper bereits am Morgen beim Briefing im Race-Village in Langenargen, das mit Unterstützung von bauen.ch errichtet wurde, darauf hingewiesen, dass er bis zum Abend versuchen werde, einen oder zwei Läufe zu segeln.

Am hoffnungsvollsten sah ein Lauf am späten Nachmittag aus, als bei zwei Beaufort aus östlichen Richtungen ein Rennen auf den Kurs geschickt wurde. Doch nach einer knappen Stunde war der Wind fast weg, die Boote standen weitgehend still – und so musste auch dieses Rennen gegen 17.30 Uhr wieder abgebrochen werden.

Die Weltmeisterschaft der 8mR-Yachten wird am Donnerstag fortgesetzt. Bereits für sieben Uhr ist der Start angesetzt. 

Bis Samstag sind insgesamt zehn Wettfahrten vorgesehen.

07/03/18

Erst Gewitter, dann Flaute am zweiten Tag der Achter-WM

Erst Gewitter, dann ein Start - und schließlich ein Abbruch der Wettfahrt mangels Wind. So die kurze Bilanz des zweiten Tages bei der Weltmeisterschaft der 8mR-Yachten auf dem Bodensee beim Yacht Club Langenargen.

Mit einem Schuss hatte Wettfahrtleiter Rudi Magg das Skipper’s Briefing am Dienstagmorgen angekündigt - und das Echo folgte sogleich: Der Himmel donnerte zurück. Ein mehr als heftiger Regenguss unterbrach Maggs Informationen, die vor allem darin bestanden, dass er wegen des Gewitters die Startbereitschaft auf 12.30 Uhr verschoben hatte. 

„Wir sind happy mit dem ersten Tag“, bestätigte in der Besprechung der Steuerleute auch Fred Meyer, Vertreter der Achter vom Genfer See - was die Segler im Zelt im Race-Village im BMK Yachthafen Langenargen mit Beifall unterstrichen.

Gut zwei Stunden schüttete es wie aus Kübeln, sogar das Race-Village wurde zu einem kleinen See.

Als das Gewitter vorüber war, schickte Wettfahrtleiter Rudi Magg die Flotte der 23 Yachten auf den See. Doch der Wind pendelte in der Richtung erst noch sehr, so dass die Regattabahn mehrfach neu ausgelegt werden musste. Kurz nach 15 Uhr erfolgte der Start der insgesamt vierten Wettfahrt. Nach nicht einmal einer Stunde schlief der Wind aber zusehends ein. Nur ein Hauch von Wind ist für einen Weltmeisterschaftslauf aber nicht genug. Um 15.59 Uhr brach Magg daher das Rennen wegen Flaute ab und schickte die 8mR-Yachten in den Hafen zurück. 

Die Weltmeisterschaft der 8mR-Yachten wird am Mittwoch fortgesetzt. Bis Samstag sind insgesamt zehn Wettfahrten vorgesehen.

07/02/18

Drei Rennen am ersten Tag der Achter-WM

Mit einem Traumtag begann die Weltmeisterschaft der 8mR-Yachten beim Yacht Club Langenargen auf dem Bodensee. Drei Wettfahrten wurden bei zwei Beaufort aus Südwest gesegelt. In der Gesamtwertung der 23 Yachten führt der Bregenzer Werner Deuring. 

„Der erste Tag war hervorragend, wir hatten super Wind“, freute sich Deuring über den perfekten Auftakt der WM. Mit zwei ersten und einem zweiten Platz (vier Punkte) liegt er klar in Führung. „Wir hoffen, dass der Wind gut bleibt und wir jeden Tag noch ein bisschen besser werden.“ Deuring segelt mit seiner Stamm-Crew aus Bregenz und Langenargen sowie dem neuseeländischen Profi Daniel Slater als Taktiker“. Bordsprache ist englisch“, bestätigt der Skipper der 2004 gebauten „Conquistador", der voriges Jahr noch mit einem älteren Boot Vizeweltmeister wurde. „Jetzt wollen wir auch in der Klasse ‚modern‘ reüssieren“, hat der Österreicher ein klares Ziel.

Dass die älteren Booten gut mithalten können, zeigt der dritte Platz der 1938 gebauten „Sira“, die von S. M. König Harald V. von Norwegen gesteuert wird, im zweiten Rennen, gleich hinter zwei modernen Achtern. Und dass für den König keine anderen Regeln gelten, zeigte das dritte Rennen: Er war beim Startschuss mit seiner Yacht klar vor der Startlinie und wurde von der Wettfahrtleitung wie ein anderes Schiff für dieses Rennen disqualifiziert. 

Auf Rang zwei in der Gesamtwertung liegt mit acht Punkten der Schweizer Jean Fabre (Genf) auf „Yquem II“ vor Harry Roschier (Finnland) auf „Luna“ mit neun Punkten. 

In der Gruppe „First Rule“ – die echten Oldtimer bei der WM – führt der Lindauer Andi Lochbrunner mit der „Elfe II“. In der Gesamtwertung liegt die „Elfe II“ an 15. Stelle.

Wettfahrtleiter Rudi Magg hat die Startbereitschaft für Dienstag auf elf Uhr festgelegt. Das Skippers-Briefing findet um 9.30 Uhr im Race-Village im BMK Yachthafen Langenargen, das mit erheblicher Unterstützung von bauen.ch für die Weltmeisterschaft errichtet wurde.

Geplant sind zehn Rennen, ab der sechsten gewerteten Wettfahrt gibt es einen Streicher. 


07/01/18

Warm up mit weiteren klassischen Yachten: „Aguti Classic Cup“

Hochsommerliches Wetter empfing die 47 Yachten beim „Aguti Classic Cup“. 

Bei leichter Sommerbrise konnten alle fünf Wettfahrten gesegelt werden - drei am Samstag und zwei am Sonntag. Gesamtsieger in der Wertung aller Klassen wurde Jean Fabre von der schwei-zerischen SNG aus Genf auf der 8mR-Yacht „Yquem“. Daneben gab es Preise für die Sieger in den fünf Wertungsgruppen. 

 

20 „Achter“ – also fast die komplette Flotte der am Montag beginnenden Weltmeisterschaft der 8mR-Yachten – sowie 27 Nationale Kreuzer, Schärenkreuzer und L-Boote waren am Start.

 

Wettfahrtleiter Rudi Magg hatte die Mannschaften am Samstag zeitig auf den See geschickt – doch der vorhergesagte Wind kam nicht. Erst nach 13 Uhr setzte ein südwestlicher Wind mit zwei Beaufort ein - der typische Schönwetterwind am Bodensee. Zwei volle Rennen über jeweils gut eine Stunde wurden von allen Klassen damit gesegelt, ehe im dritten Rennen der Wind wieder weniger wurde und Magg die Wettfahrt abkürzte.

Abends genossen die Segler Live-Musik mit „Miss vio-LINE“ im Race-Village mitten im BMK Yachthafen Langenargen, das dank der Unterstützung von bauen.ch eigens für die Langenarge-ner Segeltage errichtet wurde. 

 

Den „Aguti Classic Cup“ überreichte Andreas Grieger, Geschäftsführer der in Langenargen an-sässigen Firma Aguti, die Marktführer für die „Bestuhlung“ von Wohnmobilen oder Sondersitzen im Baumaschinenbereich ist. „Es liegt mir am Herzen, diese tolle Leistung der Ehrenamtlichen im Yacht Club Langenargen zu unterstützen“, betont Grieger, warum er die 8mR-Weltmeisterschaft fördert. Während bei den Sitzen für Wohnmobile Funktionalität und Sicherheit vor dem Design steht, kann man die „Design-lastige“ Ausrichtung von Aguti in der luxuriösen Sitzlandschaft im Race Village bewundern. Denn mit hochwertigsten Wohnmöbeln im maritimen Stil hat Aguti auch eine Produktlinie im Portfolio, die sich unmittelbar an den Endverbraucher richtet.

Eigens für den Gesamtsieger der Regatta hat Designer Andreas Grieger den „Aguti Classic Cup“ entworfen und gefertigt: ein stilisiertes Segel mit Blattgold überzogen auf einem Sockel aus edlen Hölzern. 

In vier der fünf Klassen konnten die am Samstagabend vorne liegenden Yachten auch in den bei-den Wettfahrten am Sonntag ihre Führung verteidigen: Bei den 8mR-Yachten war das die „Yquem II“ von Jean Fabre (SN Genf, Schweiz) vor der „Conquistador“ von Werner Deuring (YC Bregenz), bei den 75er Nationalen Kreuzern „Petrus“ von Ewald Weisschedel (Konstanzer YC) und bei den 45er Nationalen Kreuzern „Schelm“ von Florian Schmid (YC Langenargen) sowie „Bir-gitt 2“ von Hans Joachim Landolt (YCL) bei den L-Booten. Die 30er Schärenkreuzer (12 Boote waren hier am Start) segelten zusätzlich um den „Ruth-Krose-Kaufmann-Gedächtnispreis“. Hier verdrängte Rolf Steuerer (YC Radolfzell) noch den tags zuvor führenden Dieter Leimenstoll (Würt-tembergischer YC Friedrichshafen). 

 

Spannung vor der Weltmeisterschaft steigt

Die Weltmeisterschaft der 8mR-Yachten wird mit der ersten Wettfahrt am Montag (2. Juli) etwa gegen elf Uhr beginnen. 23 Teams sind gemeldet und auch schon in Langenargen eingetroffen, darunter der noch amtierende Vizeweltmeister Werner Deuring (Bregenz) und mit S. M. König Ha-rald V. von Norwegen auch ein dreifacher Olympiateilnehmer. die Kontrollvermessung wurde ohne Probleme durchgeführt.

Nach dem Aguti Classic Cup stellt sich beim Blick auf das Ergebnis der „Achter“ die Frage: War dieses Warm-up schon ein Hinweis auf das Potenzial der Yachten – oder hielten sich manche Teams noch bedeckt? Zehn Wettfahrten sind bis zum Samstag (7. Juli) geplant. 

 

Vollständige Ergebnisliste des Aguti Classic Cup:

https://www.ycl.la/regatta/aguti-classic-cup/ergebnisse


06/27/18

Weltmeisterschaft der 8mR-Yachten in Langenargen

Die Weltmeisterschaft der 8mR-Yachten führt der Yacht Club Langenargen in der ersten Juli-Woche durch. 23 dieser eleganten Yachten werden erwartet. Der WM vorgeschaltet ist der „Aguti Classic Cup“ des YCL für diverse klassische Yachten am Wochenende vom 30. Juni und 1. Juli. 

Ein Schwerpunkt der 8mR-Klasse ist am Bodensee. Etwa 20 solcher Schiffe werden am Schwäbischen Meer gesegelt, meist mit viel Liebe (und noch mehr Aufwand) restauriert. Neuere Konstruktionen sind vor allem im Ausland immer noch beliebt. Zu erkennen sind die „Achter“ an der unterstrichenen 8 im Segel. Die ältesten Boote (vor 1920 gebaut) tragen noch das „H“ als Segelzeichen, den achten Buchstaben des Alphabets. 

Die „Meter-Regel“ wurde 1907 eingeführt, damit die damals noch sehr unterschiedlichen Yachten ohne Vergütungsfaktoren gegeneinander segeln konnten. In eine Formel gehen verschiedene Maße des Rumpfes (z. B. Länge, Höhe der Bordwand) und die Segelfläche ein. Das Resultat muss nahe bei 8,0 Meter liegen. Mit der Länge des Schiffes hat dieser Rennwert wenig zu tun. Die 8mR-Yachten sind gut 12 bis fast 15 Meter lang. Neben den Achtern waren noch weitere „Meter-Klassen“ üblich. Die Formel wurde zweimal leicht geändert, die dritte Fassung aus den 1930er Jahren gilt aber heute noch. Neuere Boote sind für die Formel optimiert worden und daher meist schneller als die über 100 Jahre alten „Achter“, die aber auch zur WM kommen. 

Alle Achter werden gemeinsam starten, aber in vier Altersgruppen gewertet: First Rule, Sira, Neptun und Modern. Dazu gibt es die „Coppa d’Italia“ für die beste europäische Yacht und natürlich für den Gesamtsieger den „INTERNATIONAL EIGHT METRE WORLD CUP“. 

Ab dem 25. Juni werden die auswärtigen Yachten anreisen. Für Freitag, den 29. Juni, ist ein Tune up Race angesetzt und am Wochenende, 30. Juni und 1. Juli, veranstaltet der YCL den „Aguti Classic Cup“ für die Achter, Nationale Kreuzer (45 und 75 qm) sowie L-Boote und 30er Schärenkreuzer. Rund 40 Boote sind dafür gemeldet.

Nach der Eröffnung der WM am Sonntagabend wird der Montag, 2. Juli, der erste Wettfahrttag sein. Zwei Rennen pro Tag sind vorgesehen - und wenn der Zeitplan eingehalten wird, ist der Donnerstag ein Ruhetag. Die zehnte und letzte Wettfahrt ist für den Samstag, 7. Juli, geplant, ebenso die Siegerehrung. Fünf Wettfahrten sind erforderlich, damit die WM gültig ist. Nach sechs oder mehr Wettfahrten wird die jeweils schlechteste eines Bootes aus der Wertung gestrichen. 

Liegeplätze für die Achter stellt der BMK Yachthafen Langenargen, wo der YCL beheimatet ist, zur Verfügung. Direkt neben der Mole ist ein Zelt für die Rahmenveranstaltungen aufgebaut, so dass kurze Wege garantiert sind. Dieses „Race Village“ ist Mittelpunkt und Zentrum für die Weltmeisterschaft (wie auch in der Woche zuvor, wenn die Teilnehmer anreisen sowie beim Aguti Classic Cup). Besucher erfahren dort auch mehr über diese wunderschönen Schiffe – und darüber hinaus gibt es zu kulinarischen Köstlichkeiten und kalten Getränken Informationen rund um die Weltmeisterschaft. 

Ausrichter ist der Yacht Club Langenargen, der nicht nur durch das „Match Race Germany“ bekannt ist. Wettfahrtleiter wird Rudi Magg sein, der auch bei schwierigen Wetterlagen immer das Beste für die Segler herauszuholen imstande ist. 

Für Zuschauer startet das Boot „Seelöwe“ beim Aguti Classic Cup (30. Juni und 1. Juli) und bei der Weltmeisterschaft (1. Juli bis 7. Juli) jeweils um 11, 13 und 15 Uhr im Gemeindehafen Langenargen.

Ausrichter: Yacht Club Langenargen

Der Yacht Club Langenargen wurde 1949 gegründet. Sein sportliches Aushängeschild ist sicherlich das „Match Race Germany“ der Profi-Segler, das der Club seit über zwei Jahrzehnten durchführt. Regelmäßig werden über das Jahresprogramm mit Regatten für Jung wie Alt auch große internationale Serien durchgeführt, so etwa 2010 die Weltmeisterschaft der X99-Yachten oder 2015 die Schweizermeisterschaft der Lacustre.

Aktuell hat der Yacht Club Langenargen 742 Mitglieder, davon 121 Jugendliche. Seine Heimat ist der BMK Yachthafen Langenargen. 

Präsident des YCL ist Roel van Merkesteyn. Er segelte früher eine schnelle ORC-Yacht, ist aber seit ein paar Jahren stolzer Eigner der 8mR-Yacht „Frøya“ (und natürlich selbst am Start).

Teilnehmer/Favoriten

23 Teams aus acht Ländern – Brasilien, Finnland, Großbritannien, Österreich, Norwegen, Schweden, Schweiz sowie aus Deutschland – stehen auf der Meldeliste. Elf kommen vom Bodensee, darunter acht aus den deutschen Vereinen am See. Die „Germania III“ ist an der Ostsee beheimatet.

Sieben Yachten fahren noch mit einem Gaffelrigg, der vor 100 Jahren üblichen Takelage.

Nach den Vermessungsregeln der allerersten „Meter-Formel“ („First Rule“) segeln sieben Achter – so viele, wie schon lange nicht mehr bei einer WM. Wie bei vielen Achter-Weltmeisterschaften ist auch in Langenargen der „First-Rule“-Titelverteidiger Andreas Lochbrunner (Ehrenpräsident des Lindauer Segler-Clubs) mit der „Elfe II“ am Start. Bekannte Boote am Bodensee sind auch die „Bayern II“, das Clubschiff des LSC (mit Skipper Max Kohlhund) oder die „Sposa II“ und die „Edit“ der Bootsbauer Josef Martin (Radolfzell) und Wilhelm Wagner (Bodman).

Die Achter der vier verschiedenen Altersklassen (First Rule, Sira, Neptune und Modern) starten gleichzeitig, werden aber sowohl zusammen (ohne Vergütung) wie auch separat gewertet.

Als Favorit gilt Werner Deuring vom YC Bregenz, der bei der WM 2017 in Norwegen Zweiter insgesamt wurde. Er segelt diesmal mit einem Schiff der „Modern“-Gruppe, der „Conquistador“, die schon unter dem Namen „Hollandia“ an der WM 2006 vor Lindau teilgenommen hatte. Der Titelverteidiger, ein britisches Schiff, ist nicht am Start.

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