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06.06.2019 07:19 Alter: 76 days
Kategorie: news_alle

Montfort Cup mit Wetterglück


Die „Shooting Star“ von Dr. Dieter Kurz gewinnt den 38. Montfort Cup 2019 vom Yacht Club Langenargen

Die J70 „Lady Like“ auf Verfolgerkurs beim 38. Montfort Cup 2019

44 Mannschaften stellten beim Montfort Cup ihr Können unter Beweis

Zehn Wettfahrten für alle Klassen konnten beim 38. Montfort Cup des Yacht Club Langenargen von Donnerstag bis Samstag (30. Mai bis 1. Juni) gesegelt werden. Bei viel Sonnenschein und leichtem Westwind waren 44 Mannschaften am Start, die in sechs Gruppen gewertet wurden. Die Gesamtwertung über alle Klassen gewann Dr. Dieter Kurz auf der „Shooting Star“ (YC Langenargen) mit vier Punkten Vorsprung vor Oliver Hund (YC Immenstaad) auf der X-99 „Equis“ und der J-70 „Lady Like“ mit Moritz Buck (YCL) am Steuer.

Drei Rennen ließen die Wettfahrtleiter Hans Walter Jöckel und Sabine Brugger schon am Donnerstag segeln. Fünf Läufe kamen am Freitag zustande - und weitere zwei am Samstag. „Es waren drei wunderschöne Tage“, war der Lindauer Veit Hemmeter (sonst in der Segel-Bundesliga aktiv) vom Montfort Cup begeistert. Er segelte als Taktiker auf Kurz’ „Shooting Star“ (Typ J/V38) in der Gruppe ORC-1, in der die schnellsten Boote fahren und mit einem Ausgleichsfaktor je nach Geschwindigkeitspotenzial gewertet werden. „Der Thermik-West hatte immer wieder eine Tendenz nach Nordwest“, so Hemmeter – was für die Segler eine gewisse taktische Herausforderung war.

„Wir hatten Glück mit dem Wetter. Es war Anfang der Woche noch nicht absehbar, dass wir Wind haben“, war Hans Walter Jöckel froh, dass an den drei Tagen zehn Wettfahrten gestartet werden konnten. Für den Donnerstag war eigentlich gar kein Wind vorhergesagt, drei Rennen waren jedoch möglich. Am Freitag war es zunächst ein abgekürztes Leichtwindrennen, ehe sich nachmittags die Thermik stabilisierte. Auch am Samstag musste erst bis kurz nach mittags gewartet werden, ehe abermals die West-Thermik mit ein bis zwei Beaufort wehte. „Es war richtig schön zum Segeln“, so Jöckel. Gestartet wurde in drei Gruppen nacheinander - und je nach Bootsklasse auf einer langen oder kürzeren Bahn gesegelt.

 

Als erstes Boot war meist die „Wild Lady“ von Dr. Wolfgang Palm (YCL) vor der „Shooting Star“ im Ziel. Doch nach berechneter Zeit holte die „Shooting Star“ sieben Einzelsiege in den zehn Wettfahrten. Zweiter in Gruppe ORC-1 (acht Boote) wurde Stefan Rausch (Lindauer Segler-Club) auf der „Magic Lady“ (Typ 1D35) mit bereits 12 Punkten Rückstand.

 

In der Gruppe ORC-2 (zehn Boote) gewann Oliver Hund (YCI) mit der X-99 „Equis“ vor dem Schweizer Jürg Sury (SV Kreuzlingen) auf der XP33 „Xperience“ und dem Österreicher Dietmar Lenz (YC Rheindelta) auf der „Boreas“, eine Dehler 33 Competition.

In der Gruppe ORC-Sportboote (zwölf Teams) siegte der junge Moritz Buck vom gastgebenden YCL auf der J70 „Lady Like“, der Clubyacht des YCL für die Jugend. Sechs Siege und 18 Punkte reichten, um Jo Schwarz (YCL) mit seiner Melges-24 „bloodhound“ auf Rang zwei (21 Punkte) zu verweisen. Schon größer war der Abstand zu Rang drei (30 Punkte) für Clemens Wiedemann (LSC) auf der Esse-850 „Maitresse“. Lutz Gärtner von den Kressbronner Seglern kam mit einer J80 auf Rang vier.

Bei den Einheitsklassen gab es drei Gruppen: Longtze (zehn Yachten), X-99 (fünf) und Esse-850 (sechs). Bei den Longtze-Yachten gewann der Schweizer Steffen Schneider (Segel- und Yachtclub Herrliberg) auf „Outsider“ mit 26 Punkten. Damit lag er drei Zähler vor Eckard Kaller (YC Meersburg) auf der „Wetfeet“. Bei den X-99-Yachten gewann Oliver Hund auch die Gruppenwertung vor Ralf Strobl (YCL) auf „X-Boot“. Die Gruppenwertung der Klasse Esse-850 gewann Urs Oldani vom YC Zug auf der „Aspra“ mit deutlichem Vorsprung vor Clemens Wiedemann. Bei den Klassen X-99 und Esse-850 sind einige Boote auch nach ORC vermessen und tauchen daher in beiden Wertungen auf. Sie können so an der Jahreswertung der ORC-Segler am Bodensee teilnehmen.

Der Montfort-Cup war die zweite Regatta des YCL im Rahmen des Langenargener Segelfestivals. schon am Mittwoch geht es mit dem Match Race Germany weiter.

 

 

Bild: Tobias Störkle

Text: Volker Göbner


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